János Hepp, der Eigentümer des Weinhauses Hepp im Kellerdorf Hajosch Borbíró Straße 29, ist 1954 in einer schwabischen Familie auf dem Lande geboren. Seine Aszendenten, wie viele in der Gegend haben sich mit Weinbau beschäftigt. Sein Vater hat ihm die ersten Hajoscher Finessen des Weinbaus beigebracht. Als 18-19 jähriger Jugendliche hat er schon selbst Weine für die Familie und die Freunde gefertigt, und den Rest hat er weggeschenkt oder verkauft. János Hepp hatte schon damals ein gutes Verständnis für die Weinbereitung, und ist nahe am Beruf als Bassinwagenfahrer der Weinbereitungfirma angekommen und arbeitete dort 25 Jahre lang.

Die Weinbereitung diente derweil als Entspannung, und er konnte damit im kleinen Kelterhaus im Kellerdorf die familiäre Traditionen pflegen, die Weinbaukultur in Hajós bewahren, den Kontakt mit den Freunden stärken. Wegen einer unerwarteten Krankheit hat sich János Hepp so entschieden, dass er sich mit dem Weinbau beruflich beschäftigt. Er hat das kleine Kelterhaus einem deutschen Gast für guten Preis verkauft, und hat 1996 in der Hauptstraße im Kellerdorf einen alten Keller gekauft. Mit Elisabeth, seiner Frau hat er diesen Keller für Gäste geeignet gemacht und in der heutigen Form Weinkellerei Hepp genannt. Der Eigentümer, der sich inzwischen für Weingärtner qualifizierte, hat damit eine Familienwirtschaft entwickelt, bei der ihm auch Katika, seine Tochter hilft.

Das Kelterhaus, der in die Lösswand gebaute Keller und das Quartier im Dachgeschoss sind jetzt für vielseitigen Gästenempfang geeignet. Im Kelterhaus bilden der Tresen mit vielerlei Weinsorten, die Esstische und Bänke einen idealen Platz zur Gastfreundschaft. Der andere Keller der Weinkellerei Hepp befindet sich in der Nähe. Der wurde nicht nur für Weinbereitung, sondern auch für größere Veranstaltungen (für 50 Gäste) ausgebildet.

Die Geschichte des Kellers begann in den 1970-er Jahren. Er erstreckt mehr als 30 m lang mit gleichmäßigem Hang, bogenförmiger Steineinlage und in den letzten Metern mit barer Lösswand in die Tiefe. Über dem 2,5 m weiten und cirka 1 m 80 cm hochen Kellerflur sichert eine 7-8 m breite dichte Lösswand die für den Wein geeignete beständige Temperatur zwischen 12-15°C, und das im Sommer bei 80-prozentigem Feutichkeitsgehalt der Luft. An der Seite im Flur mit flachem Gewölbe reihen sich die Mengen von Flaschen und Holzfässern von verschiedenen Maßen nach Art und Jahrgang.

Die zum Weinanbau benötigten mit Reben bestockten Flächen strecken sich über dem Hajoscher Kellerdorf im Lössboden, die die Familie Hepp als Familienunternehmen bearbeitet. Das ganze Jahr hindurch sorgt die Familie für dreizehnerlei Traubensorten auf 7 Plantagen mit all den Arbeiten und technischen Geräten. Die Lösswand, die aus der Ablage der Ur-Donau entstanden ist, bietet den für die Gegend charakteristischen Weintraubensorten einen eigenartigen Nährboden. Im ganzen Land ist hier die Zahl der Sonnenstunden am meisten – 2.200 Stunden pro Jahr -, das für den Anbau der fülligen, reichhaltigen Weinsorten geeigneter ist.

Mit ihren Dienstleistungen erwartet die Kellerlei Hepp seine Gäste nicht nur auf Ungarisch, sondern auch auf Deutsch.