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In dem fast 300 Jahre alten Weinhaus Hepp können die Besucher das Kelterhaus und darin die Urkunden der preisgekrönten Weine besichtigen. Im Keller können sie sich die Instrumente der Weinanfertigung ansehen, und sie können die Geschichte und Besonderheiten des Kellers kennenlernen. Der Eigentümer des Kellers stellt die Geheimnisse

Der Hajoscher Keller hat drinnen eine besondere Atmosphäre, denn er hat keine Betonauskleidung, kein Gewölbe aus Ziegeln – höchstens am Anfang – sondern mit einer dichten Lösswand zieht er in die Tiefe. Neben dem elektrischen Licht steigern Kerzen die Stimmung. Der Reihe nach stehen die von den alten Altbindermeistern gefertigten Fässer mit Holzreifen, aus denen der Wirt durch eine Glaskürbisflasche seinen schmackhaften Wein bietet.

Man plegt Geldmünzen auf die harte Fläche der Lösswand hinaufzusetzen - die kleben daran - und das bedeutet, dass man nochmals in den Keller des Weinhauses Hepp zurückkehrt. Gegenüber der Seite der Fässer reihen sich schön zurecht die Pyramiden der Weinflaschen. Obenan auf den Flaschen sind die Sorte und der Jahrgang markiert. Der Edelkahm auf den älteren Weinflaschen zeugt von ausgezeichnetem Klima des Kellers. Es gibt keinen schöneren Anblick und schöneres Gefühl, als im Halbdunkel des Kellers die vor die Kerze gehaltenen edlen Weine zu sehen und zu kosten.

Die Weinprobe im Keller lohnt sich schon wegen der Stimmung zu versuchen. Die richtige Weinprobe geschieht natürlich oben im Kelterhaus. Der Keller des Weinhauses Hepp ist ein funktionierender Keller der Familie, und er dient in erster Linie nicht den Toruristen als Sehenswürdigkeit, sondern er folgt den Traditionen des heutigen Hajoscher Weinbaus, zudem die dort angesiedelten Vorfahren schon Jahrhunderte her den Grund gelegt haben.